Freitag, 31. August 2007
Nachtrag zu meinen ersten Tagen Teil I
Mein Flug nach Frankfurt verlief gut. Die Maschine wa angesichts meiner Größe noch recht bequem. Nachdem ich in Frankfurt gelandet bin wurde mir langsam mulmig. Wahrscheinlich realisierte ich so ganz langsam das es losging. Wer schon einmal auf diesem riesen Flughafen war, weiss wovon ich spreche. Mein Timing war ideal und so konnte ich gerade noch etwas essen und nocheinmal verschwinden bevor ich einchecken muste. Ein chinesischer Servicemitarbeiter entkräftete meine Visabefürchtungen und bestätigte mir das das eigentliche Startdatum nicht auf dem Visa steht sondern nur das späteste Abflugdatum, welches genau einen Monat später liegt. Das wäre ja was geworden ohne Visum am Flieger stehen....

Das Flugzeug hatte auch gwisse Besonderheiten. Die gravierenste war...genau wie in meinen Befürchtungen...der Sitzabstand. Ach Du Schande! war mein erster Gedanke. Bis auf 5 Langnasen waren nur Chinesen im Flugzeug. In den Sitzen waren Monitore eingelassen auf welchen Holywoodfilme liefen und auf denen man Videospielen frönen konnte. Ablenkung brauchte ich wegen meiner malträtierten Knie auch zur genüge. Mein Nachbar war auch interessant. Als Sohn eines anscheinen wichtigen Managers in Peking hatte er einen Diplomatenpass und meinte obwohl er erst 18 war, China wie seine Westentasche zu kennen. Er ging in Peking auf eine Schule für Ausländer und gab mir trotz des "Ich kenn die Welt"-Tones einige gute Tips für das Überleben in Peking. Sein Pass sollte mir auch einige der Kontrollen bei der Ankunft beschleunigen.

20 Stunden sollte der Flug gehen. Oh Nein! nach 4 Stunden versuchte ic h meine Beine seilich in den Gang zu legen. Alle Stewardessen gingen um den kleinen Vorsprung herum nur ein Steward rannte alle 10 Minuten mit voller Wucht dagegen. Eh meine Wut sich entfallten konnte und ich aus dem Halbschlaf zu mir kam war er dann immer schon wieder in der Dunkelheit verschwunden. Grrr.

Nach circa 8 Stunden. traute ich meinen Augen kaum. Der Bordcomputer zeigte zwei Stunden verbleibende Flugzeit an. Ich hatte 20 ausgerechnet. Soviel dazu. Die Zeitverschiebung hatte ich natürlich ignoriert. So hatte ich mich selbst ausgetrickst und schon fast alles überstanden.

Im Landeanflug auf Peking war mir dann die ganze Tragweite meines Aufenthalts klar. Alles war grau und die Häuser wirkten ehrr wie ein großes Ghetto. NAchdem ich die Kontrollen hinter mich gebracht hatte und alle ansteckenden Krankheiten abgestritten hatte, suchte ic h mir ein Taxi. Gottseidank hatte ich gelesen, das man sich von Fahrern fernhalten soll die vorher Preise vereinbaren, weil diese einiges über dem Üblichen liegen. Genau so ein Ganove hatte ich auch schon am Hals, bevor ich bei den anderen Taxis ankam. Nö! Nix ist. Der richtige Taxifahrer konnte natürlich meine Adresse nicht lesen weil er wie viele Chinesen nur echte Schriftzeichen verstand und die Westliche Hilfsschrift chinesischer Begriffe nicht verstand. Die Autofahrt war spannend. Es regnete in Strömen. Licht anmachen wollte auf der ganzen Autobahn niemand. Energiesparen? war mein Gedanke. Aber nein, die Klimanalage lief mit voller Kraft. Soweit mein Blick reichte waren rechts und links nur Wolkenkratzer. Meistens halbfertig und wirkten wie schon 20 Jahre alt. Blinken tut man in China eben sowenig wie sich an Links überholen zu halten. Die Idee ist hier sich langsam dahi zu schieben wohin man will, kreuz und quer. Erst wenn der abstand unter 10 cm geht ist Rücksicht angebracht. Lediglich Ampeln werden beachtet. Mein Taxi fuhr mich in mein Quartier, welches ich mir im Internet ausgesucht hatte. Beim aussteigen sah ich zum erstenmal China wie es wirklich ist. Das Viertel gehört Zum Hutong-Bereich und wirkt wie ein Ghetto. Es erinnerte mich an die Fernsehbilder aus Pakistan oder Bolivien. Die Strassen sehen immer aus als wenn gestern gerade eine Überschwemmungsktastrophe war. Die Leute waschen die Wäsche auf der Strasse, kochen teilweise dort. Die Hütten und Häuser wirken verfallen. Es war sehr heiß, alles war staubig-dreckig und es regnete immernoch.

Allerdings war mein Hotel innen sehr nett. Es hatte quasi einen Überdachten recht gemütlichen Innennhof wo wie der Name schon verriet, überall rote Laternen hingen. Ich bekam da ich ein Einzelzimmer gebucht hatte ein zimmer für mich. Es schien noch andere Westler zu geben. Dennoch fühlte ich mich wie auf einem anderen Planeten. Im Innenhof standen Aquarien, es floss ein Bach mitten durchs Hostel. Es wirkte wie in einem schönen alten aber ein wenig heruntergekommenem Threater. Mein Zimmer war klein und spartanisch, es gab Neonlicht und weiße Wände.

Ich hatte Hunger und war hundemüde. Jedoch brachte ich viele Bedenken mit, die mich auffhielten, meinen Bedürfnissen nachzukommen. Zum einen wuste ich nicht was ich essen konnte. Die Hostelleute bereiteten gerade ein Frühstück vor bestehend aus Früchten, so einem Kuchenartigen Brot und Joghurt. Mein Misstrauen kam hoch. Schwermetalle in den Früchten, Bakterien im Wasser? Ich hab aber Hunger... Ok ermal vergessen. Schlafen gehen. Was sitzt da an der Wand och nö Mücken. Moment Mücken..Malaria, brutheiss.... das kann doch nicht sein, also kein Schlaf. Dann im Vorraum liegen überall Leute die wohl ein Mehrbettzimmer gebucht hatten. Ein Katze miaute mich wie wild an. sie hatte wohl Hunger. Ich setze mich auf mein Bett und guckte erstmal ein wenig die Decke an. Gleich gehts weiter...

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